Biodiesel (RME)
„Biodiesel“ ist ein Kraftstoff der aus dem Öl der Raps-Saat gewonnen wird. Das Rapsöl ist aber im Rohzustand für herkömmliche Dieselmotoren nicht zu verwenden. Das Öl muss zunächst in einen Kraftstoff (RME, auch „Biodiesel“ genannt) umgewandelt werden, welcher ähnliche Eigenschaften hat, wie der Dieselkraftstoff selbst.
Um Biodiesel verwenden zu können, sollte allerdings eine ausdrückliche Freigabe des Autoherstellers vorliegen.
RME hat die Eigenschaft eines Lösungsmittels und greift Kunststoffe an. Kunststoffe werden im Kraftstoffsystem im Allgemeinen bei Schläuchen und Dichtungen der Einspritzpumpe verwendet.
Daher sind Schäden bei dauerhaftem Betrieb mit RME nicht ausgeschlossen, wodurch auch die Garantie- und Gewährleistungsansprüche des Herstellers erlischen können.
Bei häufigem Stadtverkehr besteht zudem die Gefahr der Verdünnung des Motoröls. Das erfordert häufigere Ölwechsel, als durch den Hersteller angegeben ist.
Freigaben der Hersteller kollidieren zudem öfters mit der Gewährleistung der Zulieferer. So gibt der Fahrzeughersteller, z.B. VW, ein Fahrzeug für den Betrieb mit Biodiesel frei, der Hersteller der Kraftstoffpumpe, z.B. Bosch, sein Produkt häufig jedoch nicht. Dieses kann zu Problemen bei Gewährleistungs- und Kulanzansprüchen führen.
Vorteile von Biodiesel gegenüber herkömmlichem Diesel sind vor allem der um bis zur Hälfte verminderte Dieselruß (bei Motoren ohne Partikelfilter), sowie das RME praktisch schwefelfrei ist.